Surface Interest: von haptischen Erlebnissen und besonderen Strukturen in der Mode

Wenn du den Blogpost zu den sechs Modetrends 2021 gelesen hast, dann kennst du die Bezeichnung „Surface Interest“ bereits. Bei dem Trend dreht sich alles um spannende Oberflächen und interessante Strukturen in der Kleidung. Oberflächen und Strukturen sind ein großer Teil von Mode, wenn nicht sogar der Wichtigste. Stoffe und verschiedenste Materialien machen ein Design erst lebendig. Heute möchte ich dich ein bisschen mehr in die Welt der haptischen Wahrnehmung bei House of Wolf mitnehmen, um dich zu inspirieren und zu zeigen, dass der richtige Stoff ein Kleidungsstück zum Leben erweckt.


Woher kommt der Trend?

Zu aller erst, ich glaube es ist ziemlich deutlich woher dieser Trend kommt. Während all den Lockdowns und dem Getrennt-sein von Freunden und Familie, sehnen wir uns mehr den je nach körperlichen Kontakten. Stoffe und Kleidung streicheln ist da zwar nur ein schwacher Ersatz, kann aber schon zur Beruhigung beitragen – um so mehr man an einem Stück erfühlen kann, um so besser.

Gegensätze, die Kleidung erst interessant machen

Es geht also auch um Höhen und Tiefen. Zwei Gegensätze, die ohne einander nicht leben können: Die tiefen Falten wären nicht existent, wenn es nicht auch die oberen Flächen gebe und faltige Strukturen würden alltäglich werden, wenn nicht die Glatten dagegenhalten würden. Gerade die Kontraste machen ein Kleidungsstück so interessant.

Licht und Schatten sind da genauso wichtig, wie die Haptik. Nicht immer, gerade in der derzeitigen Situation und des digitalen Zeitlaters, kann man eine Bluse oder ein T-Shirt anfassen, bevor man es bestellt, da hilft das Spiel aus Hell und Dunkel in Fotos doch sehr. Strick zum Beispiel ist durch die Maschen ein deutliches Beispiel von Garnen, die hoch ans Licht treten und solche, die unter eben jenen adneren verschwinden und sich im Dunkeln vertsecken.

Das schwärzeste Schwarz

Wusstest du, dass Samt das schwärzeste Schwarz in den Mode bieten kann? Durch die dichten eng gesetzten Härchen des Stoffes, verschluckt es jegliches Licht, so ähnlich auch Kunstfell. Diese Methode schafft so viel Tiefe, bei einer so soften Oberfläche und so kann man sich schon allein durch das Betrachten eines Fotos vorstellen, wie flauschig diese Kunstfellweste ist oder das samtig bedruckte Cape.

Von der Wichtigkeit des Weglassens

Wundervolle haptische Erlebnisse zeigen sich auch besonders bei Spitzenstoffen. Hier zweimal Raschelspitze und trotzdem so verschieden. Das blau-schwarze Spitzenband ist sehr glatt und weich, außerdem sind alle Fäden quasi auf einer Ebene, während bei der schwarzen netzartigen Spitze auch dickere Garne eingewebt wurden und somit eine hügelige Oberfläche erschafft, die aber trotzdem nicht weniger soft im Griff ist. Bei Spitze ist das haptisch spannende oft das Weglassen von Material und der Einsatz von partiellen Verdickungen, eben super an den zwei Beispielen zu sehen.

Das Feeling ist wichtig, aber nicht alles

Textilien bieten so viele Möglichkeiten haptisch zu begeistern. Wie sich ein Produkt anfühlt, ist tatsächlich eines der haupt Kaufentscheidungen bei Kunden. Online muss man da schon kreativer werden, um die Kleidung so zu zeigen, dass das Anfassen nicht mehr so ausschlaggebend ist. Deshalb sind Nahaufnahmen meiner Meinung nach auch so wichtig. Solltest du jetzt neugierig auf das Feeling der Stücke von House of Wolf geworden sein, dann kann ich dir nur wärmstens empfehlen, dir mal was zu bestellen 😋.

Mein Tipp an dich

Zum Schluss möchte ich dir einen kleinen Tipp dalassen: nimm deinen Sommerhut oder deine Strandmatte in die Hand und erfühle einmal die wunderbaren Unebenheiten des Materials. Schließe die Augen und träume dich ans Meer oder auf die Wiese im Park. Tagträume funktionieren ganz super, um die Realität einen Moment hinter sich zu lassen und Vorfreude zu spüren, Vorfreude auf den nächsten Urlaub. Mit viel Geduld und unseren Träumen, schaffen wir es die Zeit bis dahin zu überbrücken 😊